Der Schatten
    27.10.2011 - 26.02.2012
   

Abbildung 1
Abb. 1

Abbildung 2
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Abbildung 3
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Abbildung 4
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Abbildung 5
Abb. 5

 

Unser Schatten ist bei sonnigem Wetter unser täglicher Begleiter, manchmal verfolgt er uns unablässig, manchmal schreitet er unaufholsam voran. Die Ausstellung im Museum Neuhaus Biel setzt sich mit einem ganz alltäglichen Phänomen auseinander. Aber ist man sich der vielfältigen Bedeutung, Funktion und Symbolik des Schattens auch immer bewusst? Für die Entwicklung der Malerei ist das Spiel von Licht und Schatten beispielsweise von grösster Bedeutung, denn der Schatten bewirkt in einem Bild den Eindruck der Tiefe. Dank dem Schattenriss konnten Porträts in der Form von Silhouetten angefertigt werden. Der Schatten der Sonnenuhr zeigt uns die genaue Zeit an. Film und Literatur spielen gerne mit der oft Furcht erregenden und unheimlichen Symbolik des Schattens. Man steht zwar nicht gerne im Schatten eines andern, aber der erquickende Schatten wird gerne aufgesucht, und manchmal trägt man diesen in Form eines Sonnenschirms auch mit sich herum. Grosses Vergnügen bereiten uns Schattenbilder, wenn sie sich auf einer Leinwand bewegen und uns lustige Geschichten erzählen. Der Schatten gab aber auch Anlass zu höchst grundsätzlichen Fragen: Der griechische Philosoph Plato stellte am Beispiel von Schattenbildern die Frage, ob das, was wir sehen, auch immer die Realität ist. Unterschiedlichste Facetten des Schattens werden in der Ausstellung thematisiert. Sie lädt Sie mit verschiedenen interaktiven Stationen ein, sich mit dem vielfältigen Phänomen des Schattens auseinanderzusetzen: lernen Sie Ihren Schatten besser kennen!

 

Abb. 1
Dame mit Sonnenschirm. Porzellanfigur, England, um 1900
(Foto: Patrick Weyeneth) (Privatsammlung)
Abb. 2
Angela Zwahlen & Simon Müller, Die Erfindung der Malerei, Wandgemälde für das Museum Neuhaus, Ausstellungsansicht, 2011
(Foto: Patrick Weyeneth)
Abb. 3
Die Freude am eigenen Schatten! Werbeplakat «La Réalité par le Cinématographe H. Blériot», Paris, um 1905 (Ausschnitt)
(Museum Neuhaus Biel / Cinécollection W. Piasio)
Abb. 4
Der Schatten in der Malerei:
Ernst Geiger: Die Lesende, Öl auf Leinwand, um 1910/20
Original (rechts) und Bildbearbeitung ohne Schatten (links)
(Museum Neuhaus Biel)
Abb. 5
«Ombres Chinoises». Kinderschattentheater (Abbildung auf Schachteldeckel).
Frankreich um 1880/1900
(Museum Neuhaus Biel / Cinécollection W. Piasio)

   
   
    27.08.2011 – 27.11.2011
    Verschwunden – aber nicht weit weg
Biel: 10 Jahre Umwälzungen in 20 Videos (1991-2001)
   


PTT-Areal
27.11.1991


Bielerhof
06.12.1995


Bahnhofstrasse 39 16.06.1992

 

Biel in den 1990er Jahren: Erschütterungen. Die Stadt erwacht aus einer 30jährigen Lethargie. Ein städtebauliches Projekt jagt das andere, diese werden von den politischen Behörden wie am Fliessband genehmigt. Mythische Orte werden Opfer der Bulldozer: Das Hotel Touring, das Gassman-Areal, der Bielerhof, die Vereinigten Drahtwerke, das PTT-Areal, die Heuer-Villa, das Renfer- und das Schnyder-Areal, die Neumarkt-Migros, die Piano-Fabrik Burger & Jacobi, verschiedene Bauten am Seeufer und anderes wird dem Erdboden gleich gemacht. Gigantische Baustellen, ausgehöhlte Gebäude, leer stehende Bauflächen: Biel macht fast den Eindruck einer zerbombten Stadt.

Mit der Kamera im Anschlag hat der Bieler Regisseur Yvan Kohler während zehn Jahren diese Baustellen durchforstet. Der Videofilm stand damals erst am Anfang, und er war der einzige, der diese Umwälzungen minutiös dokumentiert und diese Schlüsselperiode der Bieler Geschichte im Film verewigt hat. Eine Fülle professionell aufgenommener Bildsequenzen wurde zusammengetragen und sorgfältig archiviert. Zwischen 1991 und 2001 wurden 24 verschiedene Orte insgesamt 97mal aufgesucht. 36 Stunden Videofilm bilden das Resultat - eine einzigartige historische Bilddatenbank, die jetzt erstmals publik gemacht wird!

Heute, 20 Jahre oder fast eine Generation später, soll der Öffentlichkeit die jüngste – aber teilweise schon vergessene - Vergangenheit wieder in Erinnerung gerufen werden. Das historische Erbe ist verschwunden – aber nicht weit weg: 20 Video-Stationen inmitten einer inszenierten Baustelle erwarten Sie vom 27. August bis zum 27. November 2011 im Museum Neuhaus Biel.

   
   
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