Bürgerlicher Lebensstil im 19. Jahrhundert:
Wohnen und Haushalten

 

Die liebevoll und detailgetreu restaurierte Wohnung der Museumstifterin Dora Neuhaus (1889-1975) macht den bürgerlichen Alltag und die bürgerliche Wohnkultur des 19. Jhds. im Massstab 1:1 erlebbar. Die Wohnung wurde um 1800 als Fabrikantenwohnung der Indienne-Manufaktur Verdan-Neuhaus gebaut, deren ehemalige Hauptgebäude heute das Museum Neuhaus beherbergen. Sie umfasst Schlafzimmer, Musikzimmer, Grand-Salon, Kinder-Zimmer, Esszimmer, Bibliothek und Küche sowie Estrich mit Wäsche- und Mägdekammer.
Die historische Wohnung ist von Dienstag bis Freitag erst ab 14.00 Uhr zu besichtigen, Samstag / Sonntag ab 11.00 Uhr.

Historische Wohnung: Musikzimmer

 
 
 

Stiftung Sammlung Robert

  Sélection tropicale
Paul-André Robert (1901-1977)

Die neue Ausstellung der Stiftung Sammlung Robert zeigt die bisher wenig bekannten Aquarelle tropischer Pflanzen und Tiere von Paul-André Robert (1901-1977). Dem Maler gelingt es, die einzigartige Farbigkeit der exotischen Fauna und Flora besonders detailgetreu abzubilden. Neben Papageien und Schmetterlingen gehören auch Orchideen, Muschelgehäuse und Meerestiere zum Programm der Darstellung. Paul-André Robert trat schon früh in die Fussstapfen seines Vaters Léo-Paul Robert und führte dessen Werk fort. Neben einer umfangreichen Illustration von Libellen und Pilzen, zählen seine Illustrationen der exotischen Tier- und Pflanzenwelt zum besonderen Höhepunkt seines Schaffens. Paul-André Robert lebte im Jorat bei Biel und hielt sich in den Wintermonaten viel im Ausland auf, unter anderem in Spanien, Portugal, Südfrankreich, Brasilien und auf Korsika. In Monaco lieferte beispielsweise das Musée Océanographique die Vorlagen für seine Muscheln und Meerestiere.

Das Museum Neuhaus bietet Ihnen die Gelegenheit, eine hochwertige Auswahl aus der Sammlung Robert zu bestaunen, die Sie zu einer Reise in tropische Regenwälder und Unterwasserwelten einlädt. Die kleinen Besucher der Ausstellung können anhand eines Riesenpuzzles die Aquarelle auf spielerische Weise entdecken.

Erstmals werden die exotischen Aquarelle des Künstlers Paul-André Robert, anlässlich seines 110. Geburtstages, geschlossen präsentiert. Wir laden Sie ein, eine neue Seite der Bieler Malerfamilie Robert kennen zu lernen und wünschen Ihnen viel Vergnügen im Museum Neuhaus.

 
 
 

Karl und Robert Walser: Maler und Dichter

 

Robert Walser (1878-1956) gilt als einer der bedeutensten und rätselhaftesten Dichter des Jahrhunderts. Zu Lebzeiten war sein Bruder, der Maler Karl Walser der berühmtere der beiden, er machte sich als Tafelmaler, als Buchillustrator, als Gestalter von Bühnenbilder und Freskenmaler einen Namen. Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die Zusammenarbeit des Bieler Brüder-Paares: Karl illustrierte verschiedene Bücher von Robert, dieser beschrieb auf seine einzigartige Art verschiedene Bilder seines Bruders Karl.

Karl Walser: Buchdeckel zu Robert Walser «Der Gehülfe» (1908)

 
 
 

Die Technik der Illusion.
Von der Zauberlaterne zum Kino

  Cinécollection W. Piasio
 

Projektionsmechanismus
für 35mm-Filme.
Paris, DRM, um 1905
(Photo: Daniel Mueller)
© MUSEE MUSEUM
NEUHAUS BIEL BIENNE

Zauberlaterne «Buddha».
Aubert, Paris, Um 1879
(Photo: Daniel Mueller)
© MUSEE MUSEUM
NEUHAUS BIEL BIENNE

Träume auf Celluloid beherrschen heute die Welt. Das Kino entwickelte sich seit dem frühen 20. Jahrhundert rasch zu einem der wichtigsten Massenmedien, seine Grundlagen wurden aber bereits Jahrhunderte vorher gelegt. Das Museum Neuhaus Biel zeigt und erklärt in einer umfassenden Ausstellung die technische Geschichte des Kinos. Mit der Cinécollection W. Piasio beherbergt das Museum Neuhaus Biel eine in der Schweiz einzigartige Kino-Sammlung, welche mit einer Vielzahl von Objekten insbesondere die Vorgeschichte und die Pionierzeit des Kinos illustriert.

1895 wurden die ersten Kinofilme vorgeführt, und rasch eroberte das neue Medium Kino die Welt und fasziniert seither die Massen. Die auf die Kinoleinwand projizierten grossen lebensechten Bilder vermitteln einem die Illusion scheinbar realer Welten. Die Erfindung des Kinos war dabei alles andere als ein Zufall, sondern sie baute auf bereits bekannten Techniken der Bild-Projektion, der bewegten Bilder und der Fotografie auf. Schon seit Jahrhunderten hatte man verschiedene Techniken der Illusion entwickelt, mit denen man die Menschen mit effektvollen und animierten Bilder zum Staunen brachte: Camera Obscura, Guckkasten, die Projektion mit der Zauberlaterne, optische Spielsachen mit bewegten Bildern, dreidimensionale Bilder usw. – die neue Ausstellung präsentiert alle wichtigen Etappen dieser Entwicklung, und frühe Kino-Projektoren und Kameras erinnern zudem an die Pionierphase des Mediums. Zahlreiche Modelle ergänzen die eindrückliche Auswahl originaler Objekte und lassen Jung und Alt die Magie der Kinogeschichte erleben.

 
   
  Blick in die Ausstellung Die Technik der Illusion. Von der
Zauberlaterne zum Kino (Photo: Patrick Weyeneth)
© MUSEE MUSEUM NEUHAUS BIEL BIENNE
 
 
 

Biel/Bienne – Uhren- und Industriestadt

 

Nach einem längeren Umbau präsentiert das Museum Neuhaus Biel eine vollständig neue Dauerausstellung zur Bieler Industriegeschichte. Auf drei Etagen präsentiert die Ausstellung die wechselhafte und spannende Geschichte von Biel als Uhren- und Industriestadt vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein erster Bereich beleuchtet die Entwicklung Biel als Industriestadt, deutlich gemacht wird dabei der Zusammenhang zwischen dem rasanten Wachstum der Stadt und der Entwicklung der verschiedenen Industrien. Ein zweiter Ausstellungsbereich ist speziell der Bieler Uhrenindustrie gewidmet. Die Grundlagen der Uhrtechnik werden erklärt und die Entwicklung der Uhrenproduktion von der traditionellen Heimarbeit zur automatisierten Uhrenfabrik illustriert. Filmausschnitte und lebensechte Figuren, die aus ihrem Arbeitsalltag erzählen, bieten animierte Einblicke in die Arbeitswelt der Uhrenindustrie. Natürlich ist auch eine grosse Auswahl Bieler Uhren zu bewundern. Zusammen mit der neuen Ausstellung wird auch die Collection H. Borer zur Geschichte von ROLEX präsentiert. In einem dritten Bereich illustriert die neue Ausstellung die breite Produktepalette der Bieler Industrie, die vom Velo bis zum Radioapparat oder Kompass reicht.

Savonette à double face, vers/um 1881
Rolex Prince, vers/um 1930

 
 
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